
Pfarrkirche St. Nikolaus in Waisach
Das kleine Gotteshaus aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde im Jahre 1423 geweiht. Später erfolgte eine teilweise Neuausstattung der Kirche im Stil des Barock. Im 19. Jahrhundert kamen einige Einrichtungsteile im neugotischen Stil hinzu.
Lage:
in Waisach, 3 km südöstlich von Greifenburg.
Äußeres:
Der einfache Sakralbau ist mit einem eingezogenen Chor mit 5/8-Abschluss ausgestattet. An der Südseite des Chores erhebt sich der Kirchturm mit barockem Zwiebelhelm, an der Nordseite befindet sich der Sakristeianbau.
Innenraum:
Das Netzrippengewölbe des dreijochigen Langhauses wird von halbrunden Vorlagen getragen. Im 18. Jahrhundert wurde die hölzerne Empore mit vorschwingendem Mittelteil eingebaut. Im Osten wird das Langhaus von einem spitzbogigen, abgefasten Triumphbogen begrenzt. Das Kreuzrippengewölbe des einjochigen Chores mit 5/8-Abschluss ruht auf halbrunden Wandvorlagen mit Kapitellen. Die Schlusssteine des Gewölbes sind mit Darstellungen der Gottesmutter mit Kind, des Hl. Johannes d. Evangelisten, der Hl. Barbara und vermutlich des Hl. Nikolaus geschmückt. An der Nordseite des Chores ist eine eiserne Sakristeitür in einem spitzbogigen, profilierten Rahmen zu sehen. Der barocke Hochaltar entstand 1713; die Mittelfigur, eine Statue des Hl. Nikolaus aus der Zeit um 1500, wird von den Skulpturen St. Valentin und St. Ulrich flankiert. Das Bild “Marienkrönung“ ziert den Aufsatz des Hochaltares. Der rechte Seitenaltar und die Kanzel der Pfarrkirche sind neugotisch und wurden im 19. Jahrhundert aufgestellt. Der gotische Taufstein wurde im 18. Jahrhundert mit einem barocken Aufsatz versehen. Beachtung verdienen auch die qualitätsvollen Kreuzwegbilder aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.